Dienstag, 11. August 2015

Der „Stadtindianer“ - ein Auto für die Stadt und die „Prärie“!
Wir waren  jetzt  mit unserem Auto 3 Wochen in Irland und man muss sagen: UNSER AUTO FÄLLT AUF!  Deswegen möchte ich an dieser Stelle den „Stadtindianer“ ein wenig beschreiben. Der Name ist geschützt durch die Firma ZOOOM, die den Nissan NV 200 zum Reisemobil umbaut und südlich vom Augsburg beheimatet ist.
Unser Auto hat einen 110 PS Dieselmotor mit dem wir auf Urlaubsreisen mit einem Verbrauch von ca. 5,4l/100km unterwegs sind. Die Länge beträgt 4,40m, damit passt der Wagen auf jeden Parkplatz… und in fast jedes Parkhaus, denn trotz Solaranlage ist er nur knapp 2m hoch. Das Doppelbett im Faltdach mit Lattenrost und guter Matratze ist ca. 130x200cm lang. Besucher äußern sich immer erstaunt über den vielen Platz! Das Schlafdeck kann bei Kälte gut isoliert werden, selbst bei Frost hatten wir die Standheizung in der Nacht nie eingeschaltet. Bei Hitze hat es durch die Deckenisolierung und die 3 großen Fenster mit Fliegengitter ein angenehmes Klima. Die Kühlbox hat eine ausreichende Größe. Sie wird durch die Solaranlage mit Strom versorgt, der reichte uns 6 Monate lang  in den sonnigen Ländern ohne dass wir das Auto an eine Steckdose anschließen mussten. Der Spannungswandler versorgt die Akkus unseres  Handy, der Kamera und Notebook mit Strom. Hier muss man bei Bewölkung ein wenig haushalten, denn der Spannungswandler zieht viel Strom. Das Drehen der Sitze ist mit Kraftaufwand verbunden, da komme ich als Frau an meine  Grenzen. Den Kleiderschrank der Firma ZOOOM haben wir durch eine Eigenkonstruktion ersetzt.  Darin befindet sich das Chemie-Klo, Reservekanister, Bekleidung, Bibliothek und unser großer Klapptisch. Wolfgang sitzt beim Kochen und Essen mit einem Campingstuhl zwischen Tisch und Küchenzeile, weil dort alle Geräte (Herd, Spüle, Kühlbox und Vorräte) in greifbarer Nähe sind. Den Unterflurfrischwassertank und die damit verbundene elektrische Brause zum Spülen und Duschen haben wir noch nie verwendet. Wir haben lieber einen schwarzen Plastiksack mit Wasser in die Sonne gelegt, so hatten wir warmes Wasser. Das Duschen im Zelt unter der Heckklappe ist dann ein Genuss! Die Standheizung, mit Diesel betrieben, funktioniert tadellos. Der Stauraum der Schränke ist erstaunlich groß und reichte uns auf der 9-monatigen Reise aus. Der NV 200 ist robust. Trotz heftiger Schlaglochpisten auf unserer Reise zum Baikalsee hat es nie Probleme gegeben.
Es wäre noch von vielen Details des Autos zu berichten, aber die kann man im Internet (Zooom.biz)  erkunden. Der „Stadtindianer“  ist kein Auto von der Stange! Der Käufer bestimmt selber, was er aus dem Angebot der Firma ZOOOM ins Auto eingebaut haben will!
ABER: Der Nissan ist für kleine Japaner konzipiert wurden. Ab einer Körpergröße von 180cm wird es zwischen Armaturenbrett und Sitz für die Beine eng. Ausprobieren- Probefahren!
Einmalig!!!
Nach der Reise kann durch den einfachen Ausbau eines Schrankes der „Stadtindiander“ in einen 3-, 4- oder 5-Sitzer zurück verwandelt werden!!!!!
Wirklich ein Auto für die Stadt und die „Prärie“!!!!!


Stand: Frühjahr 2020: Der NV 200 wird nicht mehr hergestellt! ZOOOM baut nun den Peugeot Expert zum Reisemobil um. Näheres noch unbekannt!

Sonntag, 21. Dezember 2014

FAQ häufig gestellte Fragen nach unserer Rückkehr oder: „Wie war`s denn?


Hattet ihr Probleme?
NEIN! An den Grenzübergängen ist alles in netter Atmosphäre und korrekt abgelaufen. Verkehrspolizisten (die gibt es in großen Scharen) waren immer einsichtig mit uns oder ließen mit sich reden – oder wollten nur `ne Runde quatschen.. WENN mal einer versucht hat, für sich Geld rauszuschlagen, hat er durch unsere Argumente einen Rückzieher gemacht („wir brauchen einen Beleg für die Botschaft“).
Gab es gefährliche Situationen?
NEIN! Zum Glück nicht. Trotzdem haben wir bei manchem Überholmanöver Einheimischer die Luft angehalten. Deren Fahrstil ist nicht ohne.
Lebt euch gut wieder ein!
Wie in jedem Urlaub nimmt man sich vor, es wieder langsam anlaufen zu lassen. Es gelingt nie – auch nach 9 Monaten nicht. Die ersten 24 Stunden bin ich mir wie eine Fremde in meiner Küche vorgekommen, doch schon am 2. Tag waren wir wieder voll in unserem Rhythmus. Einkaufen, kochen, Papierkrieg, Wäsche waschen, Auto ausräumen und alles zurück räumen. Zum Glück ist mein unbezahlter Urlaub noch nicht zu ende.
Was schön ist: Wenn ich Impulse von außen kriege, läuft in meinem Kopf ein Film ab und ich erlebe Sequenzen der Reise ein weiteres mal. Erst ganz langsam realisiere ich, was wir gemacht haben.
Wie ist es eurem Auto ergangen?
GUT! Unser Auto hat weder Allradantrieb noch GPS für nicht europäische Länder. Die Bodenfreiheit ist sehr begrenzt. Ansonsten hat unser Auto alles, was man braucht (Küche, Klo, Bett, Heizung, Kühlschrank, Fotovoltaik, Tische, Stühle, Schränke – alles auf engstem Raum). Wir haben im Schnitt 5.4l Diesel pro 100km gebraucht. Wolfgang hat hin und wieder einen Zusatz in den Diesel geschüttet. Nur im Iran hat es manchmal kurz hinten raus gequalmt. Dort gibt es halt keine Privatwagen, die mit Diesel fahren, nur LKWs und Transporter. Die Autos in allen anderen Ländern sind nicht weniger modern als unsere in Deutschland! Die Zeit der Kamele ist schon lange vorbei! Eigentlich gibt es keinen schlechten Kraftstoff an Tankstellen. Man sollte halt keinen Sprit in abgelegenen Orten in Flaschen am Straßenrand kaufen. Wir haben 2x einen Check-up in einer der modernen Nissan-Werkstätten incl. Ölwechsel machen lassen. Alles war o.k. Unser Auto hat weder Lackkratzer noch Beulen bekommen! In Estland haben wir die vorderen Reifen austauschen lassen, sie waren an einer Stelle abrasiert – kein Wunder bei diesen Straßenverhältnissen! Wir sind mit Ganzjahresreifen gefahren, weil wir im Februar durch Österreich gefahren sind und dort herrscht Winterreifenpflicht.
Was war das Schönste?
Das war die Gastfreundschaft der Menschen! Wie oft sind wir spontan zum Essen (oder Übernachten) eingeladen worden! Manchmal war es schwer, die Gastgeber davon zu überzeugen, dass wir unsere eigenen Betten an Bord haben. Am hilfsbereitesten und kontaktfreudigsten sind die Iraner!!! Unser Auto sorgte allerorten für Interesse und Kontaktanbahnung.
Den Zusammenhalt der Großfamilien mitzuerleben, war für uns unglaublich schön! Erst kommt die Familie, dann das Handy. Ist es bei uns nicht oft umgekehrt?
Von der Landschaft her gefiel uns die Bergwelt in Kirgistan und die Natur in Sibirien am Besten. Die Baltenstaaten, Masuren und die Ostseeküste haben uns gut gefallen.
Wie habt ihr euch verständigt?
In der Türkei meist deutsch, im Iran englisch, in allen anderen asiatischen Ländern mit ein paar Brocken russisch, mit Zeit, Geduld, Fotos, einem Russisch-Wörterbuch, Stift und Papier. Es klappt immer, wenn beide Seiten es wollen. Wir haben viel gelacht und viel Herzlichkeit erfahren.
Habt ihr was von den politischen Spannungen in Russland mitbekommen?
NEIN! Selbst an der Außengrenze von Europa, beim Grenzübertritt von Russland nach Estland war kein Militär zu sehen. Was die Menschen in den Baltenstaaten diesbezüglich bewegt, haben wir nicht erfahren können.

Donnerstag, 4. Dezember 2014



Ich habe es geschafft. Das Reisetagebuch ist fertig. Jeden Tag der Reise habe ich beschrieben und ein paar Extras. Dabei sind 300 DIN a4 Seiten Text zusammen gekommen! Eine Seite zeigt Fotos. Das Buch ist gebunden, schwarz/weiß gedruckt, hat einen Pappeinband und kostet 17€ (ggf. plus Porto). 
Wer eines haben möchte, muss mir bis 19.12. Bescheid geben. Ein einzelnes Exemplar nachträglich zu drucken ist viel zu teuer.

 Bestelladresse: Stadtindianer-goes-east@gmx.de
Das Buch ist ausverkauft


Eine Reise zum Nachlesen
Ein Reiselesebuch für Leseratten,
ein Anregungsbuch für Abenteurer,
ein Traumbuch für Träumer,
ein Reiseführer für wild Entschlossene,
ein Erinnerungsbuch für Erfahrene,
ein „Bilder“buch für Naturliebhaber,
ein Veränderungsbuch für Skeptiker,
kein Buch für Historiker.
Eine Reise zum Nacherleben

Die Fotos für einen Vortrag sind noch längst nicht sortiert. Wenn wir diese öffentlich zeigen, gebe ich wieder Bescheid.

Dienstag, 18. November 2014

WIR SIND ZU HAUSE!!!

Nach genau 9 Monaten, 17 Ländern und 37735km standen wir wieder vor unserer eigenen Haustür.
Die Wiedersehensfreude ist groß!  Wir brauchen noch viel Zeit zum Wiedereinleben und bis wir alle Freunde getroffen haben werden.
Nach den wichtigsten Erledigungen werde ich mich an die Veröffentlichung des Reisetagebuchs begeben. Es wäre schön, es wäre vor Weihnachten fertig. Vermutlich wird das Kopieren und Binden etwas weniger als 20€ pro Buch kosten. Vielleicht finde ich noch eine billigere Variante.
Wenn sich jemand unverbindlich ein Buch reservieren möchte oder Fragen hat, kann er/sie dies unter der neuen E-mail machen: Stadtindianer-goes-east@gmx.de
Wenn das Buch fertig ist, werde ich es an dieser Stelle bekannt geben. Wenn die Fotos zusammen gestellt sind, werde ich bekannt geben, wo wir sie öffentlich zeigen und von der Reise erzählen werden. Das kann aber dauern, denn es sind 3500 Fotos zu sortieren.

Schön, dass ihr uns auf unserer Reise begleitet habt!
Wolfgang und Beate



Dienstag, 11. November 2014

Viele Grüße von der Mosel - - in Frankreich! (hier: Moselle)

Donnerstag, 30. Oktober 2014

                                           ...und nochmal Fahrräder in Amsterdam/NL
                                         Käse aus Holland